Urologie, Dr. med. Adrian Sieber, CH-3400 Burgdorf

Prostata

Bei frühzeitigem Erkennen eines Prostatakrebses ist eine Heilung
möglich.

Bei einem Verdacht auf Prostatkrebs sollte ein Urologe Sie untersuchen.

Technik: Mit einer Ultraschallsonde
wird durch den Darmausgang die Prostata dar-
gestellt. Für Sie ist es dasselbe, wie das Tasten der Prostata mit
dem Finger.

Verhalten danach: Während 3 Tagen
sollten Sie täglich mehr als 2 Liter Flüssigkeit
Trinken. Das abgegebene Antibiotikum sollten Sie während 3 Tagen,
ev. länger
einnehmen.
Erschrecken Sie nicht, wenn ihre Samenflüssigkeit bräunlich oder
rot verfärbt wird.

Risiken:  Wenig Blutabgang aus
Harnröhre oder After
               leichtes
Brennen beim Wasserlösen
               ev.
roten Urin
               Selten
Blasenentzündung, sehr selten Fieber

Bei Komplikationen oder Fragen zögern Sie nicht anzurufen oder zu
fragen!
               Dr.
A. Sieber und MitarbeiterInnen

Prostatakrebs: Behandlungen

Sie werden alle Behandlungsmöglichkeiten mit einem Facharzt für
Urologie
beraten und durchbesprechen. Den Behandlungsentscheid sollen Sie gemeinsam
mit ihm treffen.
Es stehen die folgenden Behandlungen zur Verfügung:

1.1 Alternative Behandlungen:

Bei fortgeschrittenen Situationen oder aber bei
Ablehnung einer erprobten
Behandlung möglich. Ihre Wirkung ist nicht in jedem Fall objektiv
und wissen-
schaftlich nachweisbar. Sicher haben sie keine Nebenwirkungen.

1.2 Hormonbehandlungen:

Entzug des Männlichkeitshormones aus
dem Körper bremst oder stopt das
Wachstum des Prostatakrebses, mindestens für eine gewisse Zeit, selten
für immer.
Die Nebenwirkungen des Horomonentzuges sind meist gering: Wallungen oder
geringfügige Gewichtszunahme.
Der Hormonentzug kann mit Medikementen oder aber einem Kleineingriff an
den
Hoden erfolgen.
 

Bei Fragenstehen mein Team und ich Ihnen gerne zur Verfügung!

 

 

 

  

Prostataleiden Patientenaufklärung  Lexikon
Prostatakrebs Prostatakrebs-Behandlung  
Prostataleiden
 
Die Prostata (Vorsteherdrüse) befindet
sich unterhalb der Harnblase.
Sie stellt die Samenflüssigkeit her.
Frauen haben keine Prostata.
Die Harnröhre führt aus der Harnblase mitten durch die Prostata.
  
Seitenansicht
der Prostata und
ihrer Nachbarorgane
Die Prostata vergrössert sich altersbedingt bei etwa 80% aller Männer.
Durch die Grössenzunahme engt sie die Harnröhre ein.
Die Symptome einer Prostata-Vergrösserung sind:
  
Strahlabschächung
Nachträufeln beim Wasserlösen
Nächtliches Wasserlösen
Heftiger Harndrang
Kleine Portionen
Restharnbildung
Blasenwandverdickung
 
 
Die meisten Vergrösserungen der Prostata sind gutartig.
Bei Männern ab 45 – jährig können sie auch krebsig,
d.h. bösartig sein.
Prostatakrebs heisst auch Prostatakarzinom.

Die Krebsvorsorgeuntersuchung macht Ihr Hausarzt
!

Ab 50 Jahren sollten
Sie sich alle 2 Jahre,
ab 60 Jahren
alle Jahre bei Ihrem
Hausarzt zur Krebsvorsorgeuntersuchung anmelden.


Prostatakrebs
= Prostatakarzinom

Allgemeines

Bei frühzeitigem Erkennen von Prostatakrebs ist eine Heilung möglich.
Prostatakrebs ist ein langsam fortschreitendes Leiden und lässt genügend
Zeit für Abklärungen.
Viele Männer haben Prostatakrebs ohne zu Lebzeiten etwas davon zu spüren.
Entscheidend für die Behandlung ist die Ausdehnung des Geschwüres,
wie weit es fortgeschritten ist. Finden sich Krebsanteile bereits ausserhalb der
Prostata, so wird eine Heilung seltener möglich.
Der Facharzt, der Prostatakrebs feststellen, beurteilen und behandeln kann
ist der Urologe.

Diagnose

Prostatakrebs lässt sich durch Betasten der Prostata und durch eine
Kontrolle des
Blutes vermuten. Die Diagnose wird durch eine Gewebeprobe aus der Prostata
gesichert.
Die Gewebeprobe (= Biopsie) ist eine schmerzlose,
rasche Untersuchung ohne
grössere und mit seltenen Risiken. Sie erfolgt in der urologischen
Praxis unter
Ultraschall-Kontrolle. Zur Vorsorge gegen eine Entzündung muss danach

einige Tage ein Antibiotikum eingenommen und viel Flüssigkeit getrunken
werden.


Patientenaufklärung
für Prostata-Biopsie

( = Gewebeprobe aus der Prostata)

Lieber Patient,
Wegen Verdachtes auf ein Krebsleiden in Ihrer Prostata oder zu dessen Ausschluss
soll eine Gewebeprobe (=Biopsie) aus Ihrer Prostata entnommen werden.
Diese Untersuchung dauert nur wenige Minuten, ist schmerzlos und nicht gefährlich.


1.2. A Hormonbehandlung
mittels Medikamenten:

Mit Tabletten oder mit regelmässigen, meist alle 2 oder 3 Monate erfolgenden
Spritzen (=LH-RH-Analoga) lässt sich ein Fortschreiten des Krebsleidens
verzögern.
Die Behandlungen sind nach einiger Zeit kostspieliger als die gleichermassen
wirksame Hoden-Operation.

1.2. B Hormonbehandlung mittels Hodeneingriff:

Der Entzug des Männlichkeitshormones erfolgt durch Entfernen des Kernes
der
Hoden, also des Drüsengewebes unter Belassen der Hodenhüllen.
Die Operation
erfolgt in der Regel in Teilnarkose, ist wenig risikoreich und dauert 40
Minuten. Von
einem Schnitt am Hodensack aus werden beide Hoden operiert. Der Spitalaufenthalt

dauert ca. 3 bis 4 Tage, körperliche Schonung sollte 10 bis 14 Tage
eingehalten
werden können.
Die Nebenwirkungen und die Wirkung sind
identisch mit der medikamentösen
Behandlung: Wallungen meist selten, leichte Gewichtszunahme. Stimme und
Behaarung bleiben unverändert. Selten Müdigkeit.
 

1.3 Bestrahlung:

Prinzip: Abtöten der Prostata-Krebszellen
durch radioaktive Strahlen. Diese werden
über 6 bis 9 Wochen mehrmals wöchentlich ambulant appliziert.
Die Heilung ist
dann erreicht, wenn alle bösartigen Zellen vernichtet werden können.
Vorteile: keine Operation, weniger Potenzstörungen.
Nachteile: geringere Heilungchancen als
die radikale Operation. Reizblase, Durchfälle
Eine längere Besprechung mit einem Strahlen-Facharzt vor Ihrem Entscheid
ist nötig.

1.4 Operation:

Prinzip: Entfernen der Prostata-Krebszellen
durch Entfernen der gesamten Drüse
sowie der Lymphdrüsen links und rechts der Prostata (= erste Ableger-
stationen.
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose, dauert 2 bis 3 Stunden und hat einen
Spitalauf-
enthalt von 6 bis 8 Tagen und eine Erholungszeit von 5 bis 8 Wochen zur
Folge.
Bluttransfusionen sind nur sehr selten nötig.
Vorteile:   höhere Heilungschancen
auf Dauer als die Bestrahlung, geringe                  Operationsrisiken
dank Gegenmassnahmen.
Nachteile: Risiko der Impotenz häufiger
als bei Bestrahlung, selten tropfenweiser
                 Harnverlust.

Eine längere Besprechung mit Ihrem Urologen vor Ihrem Entscheid ist
zwingend!
 

1.5 Chemotherapie:

Eine Chemotherapie ist bei Prostatakrebs nur in sehr seltenen, ausgewählten
Fällen
sinnvoll. Sie käme erst nach einer eingehenden Besprechung mit dem
zuständigen
Spezialisten, dem Onkologen, in Frage.


Lexikon zum Prostatakrebs:

Hier ist Link zum Lexikon der Infothek www.prostata.de